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Eindrücke von Fahrt durch die Slowakische Republik

Seit 2010 fahren wir regelmäßig mit dem Auto durch die Slowakischen Republik und halten uns dort nur sehr wenig auf. Daher können wir die Lebensweise nicht einschätzen und nur unsere Eindrücke vermitteln. Unsere vorwiegende Fahrstrecken waren von der polnischen Grenze über Svidnik über Michalovce nach Uschgorod (Ukraine) und in den ersten Jahren von Uschgorod über die Städte Kosice und Pereov über die Hohe Tatra in Richtung Krakau (Polen). In dem Gebiet bei der Hohen Tatra wohnen auch heute noch die Karpatendeutschen. Im 18. Jahrhundert siedelte Maria Theresia (regierende Erzherzogin von Österreich und Königin u. a. von Ungarn und Böhmen) die auf die Holzverarbeitung spezialisierte Karpatendeutschen im östlichen Gebiet der Waldkarpaten (Transkarpatien) an. Aufmerksam auf die Karpatendeutschen wurde ich 2010 im Sommer, wo mein Autoradio in der Ostslowakei einen deutschsprachigen Sender mit der Sendung über die Geschichte der Karpatenukrainer empfangen hatte.

Wenn man aus der Richtung von Polen über die Grenze nach der Slowakei kommt, fällt auf, dass die Wohngebäude in den Dörfern in einem wesentlich schlechteren Zustand als in Polen sind. In den Städten oder Touristengebieten fällt dies nicht so auf. Die Straßen sind in einem ordentlichen Zustand, viel besser als die Straßen und die Autobahn in Ungarn, welche überall Löcher haben. (Es gibt aber auch lochfreie Straßenabschnitte in Ungarn.)

Über die Lebenshaltungskosten (Lebensmittel und Wohnkosten) haben wir nur sehr wenige Informationen. Dazu müssten man selbst einige Monate dort wohnen. In der Slowakei sind auch die großen Handelsketten, wie z. B. Kaufland anwesend. Diese haben, wie in Ungarn auch am Sonntag geöffnet. Aus unserer Sicht sind die Preise im Verhältnis zu Deutschland niedriger aber bezogen zum dortigen Einkommen teuer.

Thermal Corvinus in Velky Meder

Auf der Fahrt Ende November 2018 von Ungarn über die Grenzstadt Kormarno an der Donau nach Bratislava und weiter in Richtung Brünn (Tschechien), hatten wir in der kleine Stadt Velky Meder haltgemacht. Hier hatten wir das Thermalbad Thermal Corvinus besucht. Bei einer Außentemperatur von 1 °C ist das heiße Wasser in Außenbecken sehr angenehm aber auch etwas zu warm, sodass wir uns lieber im Innenbereich aufgehalten haben. Neben einem großen Wasserbecken gibt es ein 25 m Schwimmbecken. Kann man in Ungarn im Freizeit- und Schwimmbad Mateszalka ohne Problem in der Schwimmhalle schwimmen, so brennen die Augen bereits nach 500 m durch das Chlor im Wasser. Der Eintrittspreis für 3 Stunde beträgt 6,50 Euro.

Im Eingangsbereich Thermal Corvinus
Im Eingangsbereich Thermal Corvinus

Das Thermalwasser ist leicht alkalisch und beinhaltet Silikat. Das Thermalwasser hat damit besondere positive Eigenschaft für die Erhaltung- bzw. Wiederherstellung der Gesundheit. Das Bad ist nach seiner Sanierung sehr schön und weitläufig. Beim ersten Besuch muss man sich erst einmal an die Besonderheit gewöhnen. Recht gut sind die Lesegeräte an verschiedenen Stellen, wo man die Daten des Armbandes auslesen kann. Dort erfährt man, wie lange man noch im Bad bleiben kann und welche Nummer der Spind hat. Ungewohnt ist z. B. die Anordnung der Toiletten. Sonst befinden sich diese vorwiegend in den Duschräumen. Auch die kleinen Schilder an den Duschen für Männer und Frauen sind zu weit oben angebracht. Ich hatte diese zweimal übersehen und war natürlich falsch.

Nelia im Termal Corvinus
Nelia im Termal Corvinus in Velky Meder

Im Schwimmbad selbst gibt es eine Bar mit Alkohol, Sahnetörtchen, Eis usw. Das ist natürlich für ein Heilbad ein vollkommen falsches Sortiment, es sollten hier besser Säfte und Obst angeboten werden. Die Eintrittspreise und alle anderen Informationen erfahren Sie auf der Webseite von Thermal Corvinus. In der großen Vorhalle des Bades befinden sich gastronomische Einrichtungen und ein großes Restaurant. Hier bekommt man preiswert und recht gutes Essen.

Restaurant in Termal Corvinus
Im Restaurant in der Therme Corvinus

Unsere Übernachtung in Velky Meder

Neben freundlichen und hilfsbereiten Menschen haben wir aber auch das Gegenteil kennengelernt. Vor einigen Jahren musste ich einen Prozess gegen einen Professor einer slowakischen Universität führen, welcher mein korrekt veröffentlichtes Buch wortwörtlich einige Jahre später als Mitautor erneut veröffentlichte. In Velky Meder hatten wir im Apartment KARMON Park Velký Meder in der Dunajská Streda eine Übernachtung für die Durchreise gebucht und bezahlt.
Wir haben in Slowakisch eine Rückmeldung erhalten, dass Sie sich für den Besuch bedanken. Wir sind angereist und niemand war. An der Tür befand sich eine Telefonnummer. Unser deutsches Telefon fand aber kein Netz und wir sprechen auch kein Slowakisch. Es wäre kein Zimmer frei und wir sollen am nächsten Tag das Geld abholen. So die Übersetzung eines freundlichen Slowaken, welcher mit der Vermieterin per Telefon gesprochen hatte.
Die Pension hat eine Kapazität von 56 Betten in 18 Appartements. Wir hatten zwei Stunden bei Schneetreiben vor der Tür gewartet. Wir hatten 3 Gäste gezählt. Ach am Abend, wo wir noch einmal vorbeigefahren waren, waren 3 Zimmer beleuchtet und es stand nur ein Pkw, wie am Nachmittag, auf dem Parkplatz. Von ausgebucht konnte keine Rede sein. Jetzt sollten wir beweisen, dass wir überhaupt dort waren und Zeugen nennen. (Das erinnert uns sehr an unsere Erfahrungen in Bulgarien.)

Nach unserer Einschätzung wollte die Vermieterin nur wegen der einen Übernachtung nicht von ihrem Dorf kommen. Das Problem war für uns, wir hatten gut 3 Stunden Zeit verloren. Es wurde bereits dunkel und wir hätten in der Nacht noch 600 km bis Deutschland fahren müssen. Im Winter sind die meisten Pension geschlossen und die Vermieter nur telefonisch erreichbar. Nach dem vergeblichen Suchen hatten wir aufgegeben und befanden uns bereits auf der Weiterfahrt. Mit wenig Hoffnung hatte ich dann noch im Corvin Restaurant und Pension nach einem Zimmer gefragt. Es hatte geklappt und wir wurden nach diesem Ärger mit einem schönen Zimmer belohnt und besuchten am Abend dann noch die Therme Corvinus.
Ausgeruht und nach einem guten Frühstück im Restaurant fuhren wir dann weiter.

Die Weiterfahrt über Bratislava

Wir sind am Stadtrand von Bratislava auf der Autobahn gefahren und haben die Stadt nur von der Ferne gesehen. Die Stadt mit ihren vielen modernen Hochhäusern und die Lage der Wohnhäuser an den Berghängen an der Donau sind sehr beeindruckend. Optisch gefällt uns die Hauptstadt von der Slowakischen Republik viel besser als Prag, auch wenn die historische Altstadt von Prag etwas Besonderes zu bieten hat. Ich hoffe, dass wir bei einer der nächsten Fahrten durch die Slowakischen Republik auch die Zeit haben uns Bratislava näher anzusehen.

Die Mautgebühr ist nur für die Autobahn erforderlich. Alle übrigen Straßen sind für den Pkw frei.

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